Philosophie 1
#philosophie

Was ist eigentlich Philosophie???

 

Das Wort selbst hat sowohl griechische als auch lateinische Ursprünge und bedeutet soviel wie " Weisheitsliebe "

Laut Lexikon umfaßt die Philosophie vor allem das Forschen und Streben nach nach der Erkenntnis des letzten Sinnes, der Ursprünge von Denken und Sein, der Stellung des Menschen im Universum und dem Zusammenhang aller Dinge in der sichtbaren und unsichtbaren Welt...

Schon immer haben die Menschen sich daher auch mehr oder weniger den Kopf zerbrochen, worin eigentlich der Sinn des Lebens, des Todes und der gesamten Schöpfung überhaupt liegen mag. Philosophische Betrachtungen werden rasch extrem komplex und zerfallen in unzählige Unterpunkte, deren ausführliche Behandlung schon nach kurzer Zeit völlig den Rahmen meiner Seiten sprengen würden und werfen sehr viele, bisher weitgehend noch unbeantwortete Fragen auf, von denen ich nur einige wenige hier aufgelistet habe:

1....Wohin führt die Evolution?

2....Gibt es gar ein "Leben" nach dem Tod? - Und wenn ja, wie hat man sich diese Art von postumer Existenz dann vorzustellen?

3....Ist es möglich, dass wir Menschen in unserer selbsternannten Funktion als "Krone der Schöpfung" vielleicht doch ganz alleine als einzige intelligente Lebensform im Universum existieren?

4....WIE und vor allem WARUM ist das Universum überhaupt entstanden, und wo liegt das Endziel seiner Entwicklung?

5....Welche Bezüge und Verknüpfungen existieren eigentlich zwischen Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften und wie können beide Bereiche sinnvoll gemeinsam genutzt werden um wenigstens einen kleinen Teil aller menschlichen Fragen widerspruchsfrei zu beantworten?

6....Wie haben sich die verschiedenen Wissenschaften entwickelt?- Wo liegen ihre gemeinsamen Wurzeln und warum sind die Erkenntnisse in den einzelnen Disziplinen in den vergangenen Jahrtausenden derart extrem auseinander und teilweise sogar gegeneinander gedriftet?

7....Warum bin ich? - Und was oder wer ist dieses "ICH" überhaupt?

8....Was ist Zeit? - Warum läuft sie nicht überall gleich schnell ab, Wieso hat sie offenbar nur eine Richtung?- Und lässt sie sich möglicherweise irgendwann einmal überlisten und manipulieren?

9....Was ist Magie und was ist Wissenschaft?

10.... Ist der Mensch wirklich nur ein reines Evolutionsprodukt terrestrischen Lebens? - Warum unterscheidet sich der menschliche Evolutionsverlauf dann eigentlich derart krass von dem der Tiere und Pflanzen?

11.... Werden wir irgendwann einmal unseren Planeten verlassen und andere Sternensysteme besiedeln können?- Stände dies dann nicht im Widerspruch zur ( religiösen )Schöpfungsgeschichte?

12....Was ist "Religion", woher kommt sie, welchen Sinn hat sie und wer ist eigentlich GOTT?

13....Das Ende aller Zeiten...Wird die Apokalypse jemals eintreten?-Oder sind solche Vorstellungen nur biblische Werkzeuge zur religiösen Disziplinierung ungläubiger Menschen wie das Modell von "Himmel und Hölle?"?

14....Welche sinnvolle Funktion erfüllt der GLAUBEN eines Menschen?


VORWORT

Die meisten dieser Fragen lassen sich heute und vermutlich auch in näherer Zukunft nicht eindeutig in allen Punkten beantworten, statt dessen existieren diesbezüglich eine enorm große Anzahl von mehr oder weniger fundierten, logisch schlüssigen Thesen, Theorien und Grenzwissenschaften. Aber alles, was auch damit noch nicht erfasst werden kann, überlässt man notgedrungen (aber oft auch auch ein wenig aus Bequemlichkeit) einfach dem menschlichen Glauben.

Der GLAUBE ist des Menschen Himmelreich!

Um gleich mit dem letzten Punkt 14 der obigen Aufstellung zu beginnen:

Glaube an sich ist eigentlich ein sehr mächtiges und zugleich recht effizientes Instrument der Psyche zur Erfassung und logischen Legalisierung ansonsten unerklärbarer Wahrnehmungen und Vorgänge mit dem Ziel, durch Neugier, Verunsicherung oder Angst entstandene Defizite zwischen Verstand und Gefühl möglichst schadensfrei in eine mit der gesunden Psyche widerspruchsfrei zu vereinbarende Koexistenz zu konvertieren. Er bildet einen Dualismus mit der Hoffnung oder ist ist in seiner aktiven Form mit dieser vielleicht sogar identisch oder zumindest als synonym zu betrachten. Hoffnung beinhaltet ein gewaltiges Energiepotential wie auch der GLAUBE, erscheint aber bei oberflächlicher Betrachtung zielgerichteter und nicht so statisch wie dieser.

GLAUBE in seiner einfachsten Form ist nicht mehr als eine Art "PlATZHALTER des WISSENS".-

Das heißt, wenn ich bestimmte Dinge nicht oder noch nicht weiß, hinterfrage ich sie. Ergibt dies keine befriedigenden Erklärungen, habe ich nur 3 Möglichkeiten:

1... Ich gebe auf und versuche das Thema zu vergessen.

2... Ich verschiebe die weitere Hinterfragung zunächst nur auf einen späteren Zeitpunkt.

3... Ich lege mir eine These oder Theorie zurecht, die mein Problem soweit wie bis dahin möglich erklärt.- Die unerklärbaren Komponenten des Problems jedoch spare ich vorerst ganz aus oder ersetze sie durch phantasieabhängige, möglichst nicht widerlegbare Platzhalter wie Wunschvorstellungen, Dogmen oder einfach den GLAUBEN, dass meine bis dahin erarbeiteten Erkenntnisse schon stimmen werden, ohne dass ich weitere Beweise benötige. Geschieht dies alles in einem dynamischen, entwicklungsfähigen Prozess, dient der Glaube eigentlich nur als Vorstufe einer weiteren, noch zu erlangenden Erkenntnis. Er verdichtet sich im Rahmen dieser dynamischen Entwicklung zunächst bis zur ÜBERZEUGUNG und sollte somit auch eine wichtige Motivation zum Weiterforschen darstellen. Er kann sogar die Kraft spenden, große Veränderungen herbeizuführen und so die bisher nicht erklärbaren Komponenten gewissermassen im Nachhinein und entsprechend der eigenen Überzeugung der tatsächlichen Realität anzugleichen.-

Damit betrete ich nun automatisch das große Gebiet der praktischen Anwendung von Natur- und Geisteswissenschaften, aber auch der heute verpönten und zudem in Vergessenheit geratenen Magie, die, wie wir in späteren Kapiteln meiner Seiten noch sehen werden, in ihrer Urform tatsächlich gemeinsame Wurzeln mit den heute etablierten Wissenschaften besitzt.

Der GLAUBE versetzt Berge....

Wohl jeder kennt diese alte Volksweisheit und sie beschreibt auch sehr treffend das gerade Gesagte. Eine Anpassung der aktuell bestehenden Realität an eigene, neue Vorstellungen des eigenen Glaubens ist eine der signifikantesten Fähigkeiten der sich bewußten Lebewesen allgemein und der Menschheit im speziellen. Hier liegt meiner Ansicht nach sogar die Grundlage der Evolution und somit auch die Wiege aller menschlichen Intelligenz. Alle Wissenschaften und Weisheiten entstanden ursprünglich einmal auf diese Art und haben sich bis heute in den verschiedensten Richtungen immer weiterentwickelt.-Manchmal führte diese Entwicklung auch zeitweise oder dauerhaft in die Irre... Man denke nur an das Weltbild im Altertum, die unendlich grausamen Hexenverbrennungen sowie die mittelalterlichen und leider auch seit neuestem wieder aktuellen fanatischen Glaubenskriege in aller Welt.

Man könnte die Grundfunktionen des Glaubens und der Hoffnung unter bestimmten Umständen mit einem Selbstschutzmechanismus vergleichen, einer Art " seelischem Immunsystem ". Systemfremde, weil primär unerklärliche oder auch aus dem eigenen Weltbild heraus unakzeptable Wahrnehmungen oder Zusammenhänge erzeugen außer purer Neugier oft auch große Unsicherheit und Ängste bis hin zu quälenden Phobien, und werden sekundär als Gegenreaktion in einem isolierenden Glaubensprozess rasch eingekapselt, um auf diese Weise wiederum eine als unbedrohlich empfundene Akzeptanz mit den bisherigen Bewusstseinsinhalten zu gewährleisten. Damit wird also bei akutem Bedarf eine rasche, wenn auch nur vorläufige Lösung geschaffen, die bei einem späteren, möglicherweise höheren Erkenntnisstand eigentlich wieder relativierbar und damit reversibel sein sollte.

Leider funktioniert dieser Mechanismus nicht bei allen Menschen wirklich zuverlässig:

So resultieren etwa aus einem einseitigen und damit statisch - manischen Glaubenskonzept sehr schnell eine ganze Reihe pathologischer Verhaltensweisen und Zustände aus der großen Gruppe der Neurosen (Nervenerkrankungen) als auch der Psychosen (Geisteskrankheiten). Entsprechend veranlagte Menschen finden hier oft einen Einstieg in eine lebenslange, irreversible Wesens- und Verhaltensveränderung die final in schweren psychosomatischen Reaktionen, chronischen Persönlichkeitsstörungen oder schlimmstenfalls gar in einer Geisteskrankheit gipfeln können.

Manche Charaktere entwickeln auf dieser Basis therapieresistente Phobien, allerlei Ticks und Verhaltensstörungen, Andere wiederum schwere psychosomatische Organ- und Hauterkrankungen, Depressionen, hysterische Leiden, Psychosen, oder auch Kombinationen dieser Störungen, die sich im breiten Spektrum von Borderline Persönlichkeitsstörungen manifestieren. Im einfachsten Falle werden manche mit der Zeit einfach immer sonderlicher und dann irgendwann als Soziopathen gesellschaftlich ausgegrenzt.

Dabei ist meiner Meinung nach ein späterer progressiv - pathologischer Verlauf umso wahrscheinlicher und eine Prognose umso ungünstiger, je später dieser Glaube-Wissen Konflikt auftritt und je früher (und damit tiefer) die dem ursprünglichen Glaubensprozess zugrunde liegenden Ängste impletiert wurden.- In sehr früher Kindheit wird hier allerdings zunächst noch überwiegend über das Verdrängungsprinzip in Unbewußte komplexiert. Daher kann man bei sehr kleinen Kindern auch logischerweise den größten Schaden anrichten und sollte sie daher möglichst niemals mit der mittelalterlich-kirchlichen "Gott-Himmel" und "Teufel-Hölle" Vorstellung konfrontieren.

Wie wir sehen, spielt also auch die aktuelle Religion eines Menschen bei der Konfiguration seines spezifischen Glaubensprofils eine nicht unerhebliche Rolle. Religiöser Fanatismus kann demzufolge auch rasch zu einem Prozess der Gehirnwäsche mutieren, weil durch gezieltes Ausnutzen der ureigensten, existenziellen Ängste eines jeden Menschenim Rahmen des Glaubens und der Hoffnung eine "religiöse Schnittstelle"geschaffen werden kann, die ihn für das ganze weitere Leben signifikant, wenn auch äußerlich mehr oder weniger unsichtbar konditionierbar und manipulierbar macht.

Gemeinschaftlicher Glaube im Kollektiv etwa etwa einer Sekte, Kirche oder sonstigen Vereinigung schafft zunächst über die gemeinsame Solidarität enorme Kräfte für Veränderungen, die der Einzelne vorher alleine niemals aufzubringen imstande gewesen wäre. Diese Kräfte lassen sich allerdings dann ebenso positiv nutzen wie leider auch gezielt durch Dritte missbrauchen.

Nur wenige, sehr starke Charaktere finden ohne massive, therapeutische Hilfe von außen jemals wieder einen Weg aus diesem Labyrint ihres eigenen IRR-GLAUBENS , der irgendwann einmal als Abwehrreaktion mittlerweile unbewußt gewordener Zwänge und Ängste entstand. Und sie bleiben bis dahin die willigen Sklaven derer, die ihre Befähigung zur Menschenführung im Zusammenhang mit weltlichen oder geistlichen Ämtern zur gezielten Manipulation ausnutzen.-

Religion ist OPIUM für das Volk!

Diese uralte Behauptung scheint sich offenbar zunächst zu bestätigen....

Aber ist das auch wirklich so?-

Gibt es nicht auch einen Glauben aus aktiver LIEBE zu einem Menschen oder zu GOTT?

Sind denn alle streng religiös GLÄUBIGEN wirklich eingeschränkt, fanatisch oder gar krank?

Diese und andere Fragen muß sich jeder Mensch im Rahmen seiner Selbstfindung

und daher auch ganz persönlich auf sein Leben zugeschnitten beantworten.-

Ich hoffe aber sehr, dass meine Seiten, speziell der Bereich PHILOSOPHIE, ein klein wenig dazu beitragen können.

An dieser Stelle möchte ich auf die ganz besonders empfehlenswerte und sachkundige philosophische Buchreihe meines

Jugendfreundes Walter van Laack hinweisen,

welchem ich aus diesem Grunde auch einen eigenen Beitrag in meinen Seiten gewidmet habe.

Sie finden darin eine kurze Erklärung zu seinen Werken, sowie einen Link zu einer Leseprobe.

Bitte klicken Sie auf das Bild !

Professor Dr. Walter van Laack

 

DER TECHNODOCTOR


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